Allgemein, Instagram Tips

Vom Influencer zum Sinnfluencer – & Warum es total okay ist, als Blogger Geld zu verdienen

Dieser Beitrag enthält Werbung ohne Auftrag. Die Fotos sind in Zusammenarbeit mit @annarosemoments (IG) entstanden.

In das neue Jahr 2019 möchte ich gerne mit einem Blogbeitrag starten, über den ich schon lange nachdenke. Ich möchte ein wenig über meinen Instagram Werdegang erzählen, über meine Einstellung zu den sozialen Medien und zu Kooperationen mit Firmen über Instagram und den Blog.

Als erstes möchte ich jedoch auf den Blog der wundervollen Laura – Lustesser – hinweisen, die den Begriff Sinnfluencer für mich maßgeblich geprägt hat. Ihr Profil gehört definitiv zu den Profilen, die ich sehr gerne anschaue. Sie inspiriert mich sehr.

Nun aber zurück zu meiner Geschichte. Mit Instagram habe ich 2014 angefangen. Mein Plan war es anfangs natürlich nicht Influencer zu werden, den Begriff gab es damals, glaube ich, noch nicht einmal. Ich habe gerne Fotos gemacht und viel mit anderen kommuniziert und interagiert, die ähnliche Fotos wie ich posteten. So kamen die ersten tausend Leute zusammen die mir folgten und ich freute mich natürlich riesig. Damals war es wirklich noch einfach Follower zu generieren und irgendwann hatte ich meine ersten 20.000 Abonnenten. So kamen dann auch die ersten Kooperationsanfragen ins Haus und ich war soo stolz. Firmen wollten mir tatsächlich Produkte kostenlos zuschicken, wie cool ist das denn? Rückblickend betrachtet, muss ich sagen, dass mich viele Firmen richtig schön ausnutzen konnten, aber dazu später mehr. Ich hatte keine Themen über die ich geschrieben habe, 99% der Bilder und Texte waren schlichtweg belanglos. So habe ich damals, jung und unerfahren wie ich war, Kooperationspartner total banal ausgewählt. Hier mal ein Bodyscrub, da mal eine Kette und da mal ein T-Shirt. Ich würde sagen, damals war ich die typische Instagraminfluencerin.

Als ich 2016 dann vegan wurde, fing ich langsam an, mein Instagram Profil sinnvoller zu nutzen. In meinem Leben gab es schließlich ein neues und spannendes Thema, das mir extrem wichtig war. Ich wollte einfach nicht, dass Tiere leiden müssen und da Tiere nicht für sich selbst sprechen können, postete ich ab und an Texte und Bilder zum Thema Veganismus. Ich machte mich damit natürlich gewissermaßen angreifbarer. Ich wusste zwar schon viel über das Thema, aber trotzdem fühlte ich mich noch zu unwissend, um noch mehr und tiefer auf das Thema einzugehen.

Inzwischen habe ich 73.000 Abonnenten- und Abonnentinnen, darunter viele junge Menschen. Ich habe eine Verantwortung, meine Reichweite sinnvoll zu nutzen. In Zeiten in denen der Umgangston wieder rauer, die Meere immer verschmutzter und Tiere immer mehr leiden müssen, ist es so wichtig, Zeichen zu setzen und gewissermaßen laut zu sein. Ich möchte weiterhin über mein Leben berichten und euch zeigen, welche Schritte ich gehe, um mich für eine bessere Welt einzusetzen. Ich möchte informieren. Früher dachte ich oft, ich mach noch viel zu wenig, um über solche Themen berichten zu dürfen. Auch ich mache viel falsch und lange nicht alles perfekt, aber das ist doch kein Grund überhaupt nichts zu machen und nur Shoppingausbeuten oder Beautyprodukte vorzustellen. Eigentlich kann jeder etwas an seinem Lebensstil ändern und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Jeden Tag ein Stückchen besser. Das versuche ich zu vermitteln.

Das ist auch mein Wunsch für 2019 an euch: Seid laut. Steht zu eurer Meinung. Informiert euch und informiert andere. Ganz egal ob ihr eine kleine oder große Reichweite habt. Zusammen können wir alle viel bewirken.

Auch heute kooperiere ich noch mit Firmen, aber alles viel ausgewählter und durchdacht. Ich überlege mir drei Mal, ob ich mit Firmen wirklich zusammen arbeiten möchte, ob es einen Mehrwert für mich- und vor allem für euch bietet. Inzwischen verdiene ich damit auch Geld, was aber überhaupt nicht verwerflich ist. Ich erkläre euch auch warum. Pro Woche stecke ich aktuell mindestens 20 Stunden Arbeit in Instagram. Dazu kommt noch das Fotografieren, Marketingstrategien müssen erstellt werden, viele E-Mails und Nachrichten beantwortet werden. Ich möchte informative Texte schreiben und auch das ist nicht in 1-2 Stunden erledigt. Aktuell übe ich zusätzlich noch einen 40 Stunden Vollzeitjob aus, das heißt ich arbeite pro Woche um die 70 Stunden. Auf Dauer ist das natürlich nicht möglich. Informative Texte schreiben und Bilder produzieren macht mir extrem viel Spaß. Oft hört man „Instagram und bloggen macht doch Spaß, das ist doch keine richtige Arbeit.“ Nur weil etwas Spaß macht, steckt da trotzdem sehr viel Arbeit dahinter. Es ist doch eigentlich der Idealfall, dass die Arbeit auch Spaß macht, darum verstehe ich nicht, warum Viele dem Ganzen missgünstig gegenüberstehen. Wenn ich mit Instagram und meinem Blog kein Geld verdienen würde, könnte ich auf Dauer niemals so viel Energie in meine Blog- und Instagrambeiträge stecken. Ich möchte etwas Gutes mit meiner Reichweite bewirken, jedoch benötige ich auch die finanzielle Grundlage, um das tun zu können.

Von einigen Firmen und auch von vielen Leuten, die nicht so im Thema stecken, kommt dann das Argument, dass man sich doch mit den geschenkten Produkten zufrieden geben soll und nicht so undankbar oder gierig sein soll. Firmen sagen oft, sie arbeiten nur mit „Brandlovern“ zusammen, heißt: mit Leuten, die Ihre Arbeit kostenlos machen. Versteht mich nicht falsch, ich freue mich über jedes Produkt, dass ich geschickt bekomme und auch ich mache in seltenen Fällen noch unbezahlte Kooperationen, um zum Beispiel Privatpersonen zu unterstützen, die gerade ihr Business aufbauen. Aber: Von Geschenken allein, lassen sich keine Miete, keine Versicherungen und keine Steuern bezahlen. Im Gegenteil, da durch Geschenke mit Gegenleistung ein geldwerter Vorteil entsteht, muss man dafür Steuern bezahlen. Heißt, im Endeffekt bezahle ich bei solchen Kooperationen drauf. Kein wirklich fairer Deal oder? Die Firmen verdienen an Ihren Produkten Geld und zwar auch durch die Arbeit von Bloggern und das gehört fair bezahlt. Auch bei fairen und nachhaltigen Firmen, die ein gutes Ziel verfolgen, gehört das dazu, denn um Gutes tun zu können, muss, wie ich oben schon einmal erwähnt habe, eine finanzielle Sicherheit dahinter stehen. In den schon länger bewährten Medien, zum Beispiel in einer Zeitschrift, würde ja auch keiner um einen kostenlosen Werbeplatz bitten.

Ich hoffe, dass ich meine Sichtweise verständlich darstellen konnte. 🙂 Wenn ihr noch Fragen zum Thema Instagram oder Kooperationen habt, immer her damit.

1 Comment

  1. Carla

    2. Januar 2019 at 09:25

    Sehr schöner Beitrag! (& Die Bilder sind ein Träumchen :))
    Ich finde es da immer total okay, wenn man Geld dafür nimmt, Marken vorzustellen – wenn die eine Anzeige in der Zeitung schalten, zahlen sie schließlich auch Geld. Und wenn die Kooperationen gut und passend ausgewählt sind, stört das wahrscheinlich auch keinen. Ich kriege nur bald die Krise, wenn noch ein junges Mädel, das sonst wahrscheinlich kein Geld verdient, die extrem teuren Hello Body Produkte anpreist. Die mögen zwar gut sein, aber das ist so ne Sache, find ich.
    Und bei manch einem sind dann die Stories nur noch Werbung. Produkt von hier, von dort und da – das ist halt auch nicht Sinn der Sache. Andererseits kann man Leuten praktischerweise ja einfach entfolgen, wenn’s einen stört.

    Und grade bei nachhaltigen Blogs finde ich es so gut, wenn da gute Produkte vorgestellt werden! Auf viele Sachen kommt man selber ja gar nicht. (Wenn dann aber auf nachhaltigen Blogs die ganze Story ne Werbesendung ist, untergräbt das irgendwie auch die Glaubwürdigkeit :D)

    Hoppla, jetzt hab ich mich wahrscheinlich 5 Mal wiederholt 😉
    Liebe Grüße & ein schönes 2019 dir!
    Carla

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