Tierschutz, Veganismus

Warum ich vegan lebe & Tipps zum Einstieg ins Vegane Leben

(Werbung – alle gesetzten Links & Markennennungen sind unbeauftragt & spiegeln meine persönliche Meinung wieder)

 

Gleich vorab – Nein ich möchte hier niemanden missionieren und euch auch nicht meine „Meinung“ aufzwängen. Ich möchte hier einfach meine Gedanken, zu einem für mich sehr wichtigen Thema, aufschreiben und denjenigen helfen, die mich nach Tipps gefragt haben, wie man denn am Besten ins vegane Leben startet.

Ich glaube, die Wenigsten von uns werden als Vegetarier oder gar als Veganer geboren. Auch in meiner Familie gab und gibt es sehr oft Fleisch und ich mochte den Geschmack wirklich sehr gern. Auch Milchprodukte wurden täglich verspeist. Es gab Zeiten, da habe ich einen Liter Kuhmilch am Tag getrunken. Darüber, wo die Produkte herkommen, habe ich mir nie so wirklich Gedanken gemacht. Natürlich weiß man, dass das Fleisch und andere tierische Produkte nicht einfach so vom Himmel fallen, aber richtig ernsthaft darüber nachgedacht habe ich leider nie. Erst als ich Micha kennen gelernt habe, bin ich mit diesem Thema in Berührung gekommen. Vorher fand ich Veganer irgendwie komisch, öko und sowieso total extrem.

Je mehr ich mich, in der danach folgenden Zeit, mit den Folgen meines Konsums auseinander setzte, merkte ich, dass Veganismus nicht extrem ist. Extrem erschien es mir plötzlich, dass ich Geld dafür ausgab, Tiere zu essen, die ein viel zu kurzes & viel zu schreckliches Leben hatten, nur für einen kurzen Moment des Genusses. Oder dass ich als Erwachsene die Muttermilch einer Kuh trank, welche immer wieder geschwängert wurde, nur um Milch zu geben und die direkt nach der Geburt von Ihrem Kind getrennt wurde. Wir werden seit Jahrzehnten so erzogen, dass das alles Normalität ist, aber ist es das wirklich? Ersetzt mal im vorletzten Satz das Wort“Kuh“ zu „Hündin“ und schon empfindet ihr ganz anders oder?

Einige werden jetzt wahrscheinlich argumentieren, dass es bei uns nun mal schon immer so ist, dass in „Nutztier“ (ich hasse das Wort) und „Haustier“ unterschieden wird. Jedoch sollte man bedenken, dass nur weil etwas schon lange so gelebt wird, es nicht automatisch richtig ist. Wir haben in der Schule ja alle gelernt kritisch zu hinterfragen und trotzdem machen wir es bei den alltäglichsten Dingen oft nicht.  Beispiele dafür, das nicht alles richtig ist, was schon lange so gemacht wird, gibt es in der Geschichte zu Genüge (zum Beispiel wenn es um das Thema Frauenwahlrechte oder Sklavenhandel geht). Ich finde es einfach unglaublich unfair und paradox, dass Hunde zum Beispiel, die besten Freunde des Menschen sind, geliebt und gepflegt werden und Schweine dagegen nur Produkte sind. Keine Individuen. Deren Fleisch man für 2,99€ im Supermarkt kaufen kann. Ich meine, worin unterscheiden sich die beiden denn? Nicht nur, dass es für mich ethisch nicht mehr richtig war, Tiere zu essen, ich habe auch mitbekommen, dass die vegane Ernährung gesundheitliche  Vorteile mitbringt und die Umwelt nicht so sehr belastet wird, wie durch tierische Nahrungsmittel.

 

Quelle: www.vebu.de

 

Für mich fing alles damit an, dass ich mir vorgenommen hatte, mal einen Monat lang keine tierischen Produkte zu konsumieren. Und das ist auch der erste Ratschlag, den euch geben kann.

1.Probiert es einfach mal aus!

Aus dem einen Monat, wurden bei mir inzwischen ganz schnell 3 Jahre. Ihr werdet euch zum Anfang vielleicht fragen: „Was kann ich denn jetzt überhaupt noch essen?“ Diesbezüglich kann ich euch zum Beispiel die Facebook Gruppe „ich packe auf mein veganes Tellerchen…“ empfehlen. Es gibt auch bei Instagram super viele vegane Foodseiten oder ihr folgt direkt dem Hashtag „vegan“ und findet tolle Inspirationen. Wenn ihr lieber etwas in der Hand haltet, kann ich euch das Kochbuch „Vegan, aber günstig“ ans Herz legen. Das ist super zum Einstieg, da man kaum komplizierte Zutaten benötigt. Desweiteren ist die App „PlantJammer“ super, dort gibt man ein, was man so für Nahrungsmittel zuhause hat & kriegt Rezepte, welche bisher immer richtig gut geklappt- und lecker geschmeckt haben. Auch „Bosh“ solltet ihr euch unbedingt mal bei Instagram oder Facebook anschauen, die Rezepte sind göttlich. Ich werde in Zukunft auch weiterhin einfache, leckere vegane Rezepte auf meinem Blog posten. Hier findet ihr meine bisherigen Rezepte & Restaurantempfehlungen.

2. Informiert euch!

Ich finde es ist einfacher, sich auf das Thema Veganismus einzulassen, wenn man weiß wofür man es macht. Schaut euch Dokus & Youtube Videos an. Lest euch Bücher & Artikel durch. Erfahrt etwas über Nährstoffe und über welche planzlichen Nahrungsmittel ihr sie aufnehmen könnt. Folgende Dokumentationen sollte man sich einmal angeschaut haben:

1. Earthlings

(Extrem hart, sollte man meiner Meinung nach aber trotzdem gesehen haben.)

2.What the health

3. Cowspiracy

What the health & Cowspiracy gibt es, soweit ich weiß, auch auf Netflix.

 

3. Lasst euch nicht entmutigen!

Wenn man auf der Familienfeier plötzlich nichts mehr vom Schweinebraten abhaben möchte, wird das sicherlich der ein oder andere ziemlich seltsam finden. Lasst euch davon bitte nicht runterziehen. In meiner Familie gibt es einige Jäger und selbst die haben nach 3 Jahren mittlerweile verstanden, dass sie mir nichts vom Fleisch anbieten müssen. Meiner Erfahrung nach, kommt meistens das Argument, dass Veganismus ja ungesund sei. Am Besten kann man darauf mit Wissen reagieren. Das zeigt, dass ihr euch super mit der Ernährungsweise auseinander gesetzt habt und wenn man dann noch aufzählen kann, welche Nährstoffe man denn alles so mit seiner Mahlzeit aufnimmt und den Gegenüber das Gleiche fragt, ist das Thema ganz schnell vom Tisch.

Lasst euch aber auch nicht entmutigen, wenn ihr vielleicht selbst einen Durchhänger habt. Natürlich ist eine Ernährungsumstellung, für euren Körper, anfangs anstrengend. Ich zum Beispiel, hatte durchgängig Hunger. Vielleicht habt ihr auch Gelüste, wie ich auf Donuts. Dann ist es natürlich super, wenn ihr dem widerstehen könnt. Wenn ihr dann aber doch mal ’sündigt‘ ist es viel besser, einfach weiter zu machen mit der veganen Ernährung, als komplett aufzugeben, wegen einem kleinen Ausrutscher.

4. Supplementiert Vitamin B12!

Vitamin B12 ist eigentlich das einzige Vitamin, das ihr wirklich , wirklich supplementieren müsst. Vitamin B12 kann heutzutage eigentlich nur noch über den Fleischkonsum aufgenommen werden. Ganz oft wird es den Tieren zugefüttert, deshalb ist Vitamin B 12 Supplementierung definitiv kein Beweis, für die unnatürliche vegane Ernährung. Es gibt zum Beispiel Vitamin B12 Zahnpasta, wir mögen allerdings die Vitamin B12 Lutschtabletten von Jarrows am liebsten.

5. Sucht euch Unterstützung!

Unterstützung ist vor allem in der Anfangszeit echt super. Vielleicht habt ihr ja sogar vegane Freunde mit denen ihr zusammen kochen könnt. Wenn nicht kann man sich zum Beispiel bei Animal Equality für das 4 Wochen Programm LoveVeg anmelden. Das ist kostenlos, man bekommt täglich per Mail Tipps, Tricks und Rezepte geschickt. Das hat mir zum Anfang auch sehr geholfen. Peta 2 bietet so etwas auch an.

6. Habt Spaß!

Das ist mein letzter Tipp und auch ein sehr wichtiger! Habt Spaß an gesunder, vielfältiger veganer Ernährung. Probiert neue Rezepte, Nahrungsmittel und Gewürze aus. Besucht geile vegane Restaurants. Macht Kochabende mit Freunden. Ihr werdet sicher merken, dass vegane Ernährung echt Spaß macht und dabei tut ihr soooo viel Gutes.

 

 

Das waren nun meine Tipps zum Einstieg in die vegane Ernährung. Ich hoffe, dass der Ein oder die Andere etwas daraus mitnehmen kann. Wie sieht das denn eigentlich bei euch aus? Habt ihr euch auch schon mal mit der veganen Ernährung beschäftigt oder seid vielleicht sogar vegan?

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